Commerce

Water on Mars

Einst gab es auch auf dem Mars große Flüsse und sogar Ozeane. Doch der Großteil dieser Wassermassen ist verschwunden. Wohin das Wasser gelangt ist, konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden.

Heute existieren im Marsboden nur noch geringe Mengen gefrorenen Wassers. Laut MPS (Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung) dürfte der Mars mindestens 80 Prozent seiner ursprünglichen Wasservorräte verloren haben.

Neueste Untersuchungsergebnisse, die kürzlich im Geophysical Research Letters veröffentlicht wurden, zeigen, dass das Mars-Wassereis wahrscheinlich in der Nähe der Oberfläche liegt. Und das könnte als wertvolle Ressource für die Gründung der ersten menschlichen Siedlung dienen.

Quelle: https://bgr.com/2019/12/12/water-on-mars-nasa-ice/
Wasserregionen auf dem Mars, weiß genkennzeichnet

Verborgene Ressourcen

Oft liegen die wertvollsten Ressourcen im Verborgenen. Sie müssen nur entdeckt und gehoben werden. Das ist nicht nur auf dem Mars so, sondern auch auf unserem Heimatplaneten. Das gilt im Kleinen wie im Großen – und selbstverständlich auch für den Einzelhandel.

Trotz der wachsenden Umsatzzahlen im E-Commerce bieten nach einer Studie der Regensburger IBI Research aus dem August 2017 über die Hälfte der deutschen Einzelhändler keine Waren über das Internet an. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Fehlendes Personal, Zeit und Angst vor Umsatzeinbrüchen lassen die Einzelhändler mit dem Einstieg in den Online-Handel zögern. Des Weiteren fürchten viele die Marktmacht der Global Player wie Amazon oder eBay.

Der Einzelhandel ist eine hart umkämpfte Branche mit hoher Konkurrenz und geringen Margen. Dabei bildet der mittelständische Einzelhandel nach wie vor das Rückgrat der Branche. In den vergangenen Jahren sah sich der Handel immer wieder strukturellen Veränderungen gegenüber. So zeichnet sich seit einigen Jahren ein neuer Strukturwandel ab: Das Internet ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Quelle: HDE

Risiko und Chance

Der E-Commerce stellt für den Einzelhandel zwar ein Risiko dar, aber genauso auch eine Chance, da sich neue Märkte und Kundengruppen öffnen.

Man kann es sich nicht mehr leisten, den Online-Handel zu ignorieren.

Gerade kleinere und mittelständische Händler betrachten nach wie vor mit Argwohn den E-Commerce, der sich in nur wenigen Jahren von einer Randerscheinung zum Megatrend entwickelt hat. Ging man noch vor einigen Jahren davon aus, dass es sich um ein vorübergehendes Phänomen handelt, so wissen wir heute: Der E-Commerce wird bleiben, sich weiterentwickeln und die Handelswelt auf den Kopf stellen. Die traditionellen Handelsunternehmen müssen sich auf diesen Wandel einstellen und am „Handel 4.0“ teilnehmen.

Multichannel

Die Zukunft liegt im Multichannel-Handel. Immer mehr Kunden gehen im Internet shoppen, die Umsätze im deutschen Online-Handel steigen Jahr für Jahr.

Newcomer haben diese Chance ergriffen und sind in den Handelsmarkt mit Online-Shops und Marktplätzen eingetreten. Die sogenannten „Pure-Player“ beginnen mittlerweile auch in den stationären Handel hineinzuwachsen.  Aber auch für die stationären Einzelhändler eröffnet der Online-Handel eine neue Dimension. Er ist eine weitere technische Revolution im Handel und damit eine große Herausforderung.

Quelle: EHI-Sudie

Verändertes Konsumverhalten

Mit der fortschreitenden Digitalisierung hat sich auch das Konsumentenverhalten spürbar verändert. Konsumenten sind es gewohnt, mit internetfähigen Endgeräten jederzeit kaufvorbereitende Informationen einzuholen und Käufe abschließen. Besonders die Bequemlichkeit rückt hier immer mehr in den Vordergrund. Dazu werden als Entscheidungshilfe die verschiedenen Kanäle zur Informationsgewinnung, wie Ladengeschäfte, Printmedien, Social-Media Marketing, E-Mail, Websuche und Mobile miteinander verknüpft. Die wachsende Zahl der Multi-Channel- Käufer und die Zunahme der Umsätze im stationären Handel, welchen eine Online-Informationsbeschaffung vorausgegangen ist, unterstreichen die Bedeutung der Kanalverknüpfung zusätzlich.

Online-Handel wächst

Während der gesamte Einzelhandel in den kommenden fünf Jahren nur um 6 Prozent auf 488 Mrd. Euro wächst, wird für den Online-Handel ein Umsatzsprung von gut 60 Prozent auf 63 Mrd. Euro erwartet. Damit steigt der Anteil des Online-Handels am gesamten Einzelhandel von zurzeit 8,5 auf 13 Prozent.

Die zunehmende Digitalisierung des Konsums stellt Händler vor enorme Herausforderungen. Der digital orientierte Kunde will unabhängig von Ort und Zeit bequem und schnell einkaufen können. Die schnelle Verbreitung von internetfähigen Smartphones und die damit verbundene ständige Erreichbarkeit führen dazu, dass Konsumenten immer leichter für digitale Angebote (Location Based Services) zugänglich sind. Damit verbunden sind höhere Anforderungen an den Aufbau und den Komfort von Online-Shops und an Form und Inhalte der Kundenkommunikation.

Ausblick

Der Online-Handel wird künftig über alle erdenklichen Endgeräte und Medien ablaufen. Das große Potenzial des traditionellen Einzelhandels liegt im Multichannel-Vertrieb, der Verbindung der Verkaufskanäle online und stationär. Zu den wichtigsten Kriterien für einen nachhaltigen Erfolg im Online-Handel zählt sicher die hohe Bekanntheit eines Onlineshops. Ebenso entscheidend sind günstige Platzierungen in Online-Vergleichsportalen, die kostenlose und schnelle Lieferung und Retourenabwicklung sowie gute Kundenbewertungen. Zusätzliche Wettbewerbsvorteile ergeben sich zudem durch ein umfangreiches Angebot an Zahlungsverfahren und vertrauensbildende Gütesiegel/Zertifizierungen.

Investitionen 2019

Diese Investments brachten 2019 die höchste Rendite:

  • Auf globaler Ebene brachten mobiles Bezahlen (13 Prozent), Social Commerce, also der Verkauf über Social Media (13 Prozent), und Mobile Apps (12 Prozent) die höchste Rendite.
  • Die Conversion Rate ließ sich durch ein besseres Angebot im Bereich mobiles Bezahlen verbessern.
  • Social Commerce, also der Verkauf über Social Media wie Instagram und Facebook, stellt eine starke Alternative zum traditionellen Online-Handel dar.
  • In Deutschland führen Mobile Apps deutlich (19 Prozent), wobei auch die Werbung und der Verkauf auf Marktplätzen einen wichtigen Stellenwert einnahm (16 Prozent).

Die wichtigsten Investitionen 2020

  • Sicherheit wird auch im Jahr 2020 der wichtigste Trend sein, denn sie ist der Kern des Kundenvertrauens.
  • Soziale Medien sind auf die Bildfläche getreten und werden so schnell nicht mehr verschwinden. E-Commerce-Funktionen bringen mehr Traffic, mehr Engagement und mehr Gewinn.
  • In Mobile Apps wird weiterhin mehr investiert als in PWAs (Progressive Web Apps), aber der Markt für den mobilen Vertrieb ist riesig und beide Lösungen können gleichzeitig existieren.
  • Content Marketing ist ein langanhaltender Trend, der seit 2017 in den Top-Trends des E-Commerce zu finden ist.
  • Besonders bedeutend werden im Jahr 2020 Lösungen sein, die auf Datenerfassung und -verarbeitung basieren, wie KI, CRM und Big Data.

Fazit

Wer als Einzelhändler überleben will, muss sich anpassen.

Auch wenn in den nächsten Jahren nicht mit dem Aussterben des stationären Handels zu rechnen ist, werden sich die Bereiche des Online-Handels weiterentwickeln. Durch neue Technologien wird es immer mehr Möglichkeiten geben „online“ zu sein. Gerade in Hinblick auf die Entwicklungen auf dem Gebiet der Virtuellen Realität ist es nur eine Frage der Zeit, bis das virtuelle Bummeln und Anprobieren in realen Ladengeschäften möglich ist. Unternehmen sollten daher den Synergie-Effekt zwischen stationärem und Online-Handel nicht unterschätzten. Gerade im Hinblick auf die steigende Anzahl der Multi-Channel-Käufer bietet es sich förmlich an, auf den unterschiedlichen Marktplätzen aktiv zu werden – sowohl on- wie offline.

Es wäre nicht schön, wenn ein Blogger 2025 die obige Einleitung wie folgt umformulieren müsste:

Einst gab es auch auf der Erde zahlreiche Einzelhändler. Doch der Großteil dieser Händler ist verschwunden. Warum sie verschwunden und wo sie geblieben sind, konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden …

Das frühere Meyer-Beck-Einkaufszentrum in Wildau

Tipp

Wenn Ihnen der Artikel gefallen hat, klicken Sie bitte auf like und share, um auch anderen Interessierten den Beitrag zugänglich zu machen. Darüber hinaus freue ich mich auch über Ihr Feedback unter Kommentare.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.