DIGITALES STARKBIER FÜR ALLE!

Das größte Volksfest der Welt hat seine Pforten geöffnet. Das Oktoberfest 2019 läuft vom 21. September bis zum 6. Oktober. Mit zwei Schlägen hatte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter am Samstag das erste Fass Bier auf der Wiesn angezapft. Zehntausende Besucher stürmten bereits um kurz nach 9 Uhr das Festgelände der 186. Wiesn.

O’zapft is!

Eine Maß Bier und ein halbes Hendl – daraus besteht für viele ein Besuch auf der Wiesn. Die Maß kostet in diesem Jahr bis zu 11,80 Euro, das sind 30 Cent mehr als der Höchstpreis des Vorjahres. Für ein halbes Hendl muss der hungrige Gast bis zu 16 Euro auf den Tisch legen, doch das hält die meisten nicht davon ab, sich „voll“ und ganz dem kulinarischen Spaß hinzugeben.

Eine Maß kostet in diesem Jahr bis zu 11,80 Euro.

Bereits im Juli hatte der neue Wiesn-Chef Clemens Baumgartner den Beginn der Saison eingeläutet; voller Vorfreude präsentierte er das Programm 2019. Auf einer Pressekonferenz erläuterte er alle Infos zu Schaustellern, Fahrgeschäften, Sicherheit und dem neuen Erscheinungsbild der offiziellen Oktoberfest-Website und verriet außerdem, auf welche Neuheiten er sich besonders freut.

„Ein besonderes Augenmerk möchte ich auch auf Oktoberfest.de legen – die offizielle Website zur Wiesn,“ betonte Baumgärtner. Dabei sind das neue Look & Feel sowie die Services der Plattform, die sich explizit an Münchner und Touristen richtet, ein absolutes Highlight. Gemeinsam mit der erweiterten Oktoberfest-App und den Social-Media-Kanälen bildet die Seite Oktoberfest.de das gesamte digitale Wiesn-Angebot ab.

Gute Stimmung auf der Wiesn

Baumgärtner resümierte: „Ich finde die Seite top gemacht und mobil super erlebbar. Es ist auch wahnsinnig gut gemacht, wie die Seite inhaltlich bespielt wird und den Besuchern der Wiesn sehr gut darstellen kann, worum es beim Oktoberfest geht, nämlich um Spaß für Groß und Klein, Jung und Alt, für jede Art des Geldbeutels, mit wahnsinnig vielen Attraktionen im gastronomischen und Schaustellerbereich. Das transportieren die App und die Seite in einem sehr guten Maße jetzt schon – und wenn’s dann erst einmal losgegangen ist, wird’s ja noch interessanter.“

Mobile Payment goes Oktoberfest

545 Verkaufsstände, Fahrgeschäfte und Gastronomiebetriebe wird es in diesem Jahr auf der Wiesn geben. Etwa 60 davon gehen den Schritt ins digitale Bezahl-Zeitalter des Oktoberfestes, und bieten die Möglichkeit des Bezahlens mit einer App an. Besucher, welche die Bezahl-App für das wichtigste Fest des Jahres in München nutzen wollen, können sich so die Mitnahme von Bargeld sparen. Statt Papiergeld und Münzen brauchen sie nur ihr Smartphone. Die Bezahl-App für die Wiesn gibt es seit 2017 für Android- und iOS-Geräte kostenlos.

Das bargeldlose Bezahlsystem wird von dem Partnerunternehmen des Oktoberfestes in Kooperation mit dem Bezahldienst „Blue Code“ angeboten. Die Bezahl-App ist schnell, sicher und einfach, und macht damit das Bezahlen auf der Wiesn bei den teilnehmenden Betrieben einfacher.

Mehr Informationen zur App auf der Wiesn gibt es unter https://bluecode.com/en/oktoberfest-old/. Mit der App ist es auch möglich, Trinkgeld zu geben. Dies kann beim Bezahlen in einem Rutsch durchgeführt werden. Damit können sowohl die Wiesn-Besucher als auch die Geschäfte und deren Mitarbeiter von der Bezahl-App profitieren.

Zum ersten Mal können chinesische Gäste bei rund 50 Betrieben über das chinesische Onlinebezahlsystem Alipay ihre Maß oder ihr Hendl zahlen.

Die offizielle Wiesn-App ist ein MUSS für jeden Wiesn-Besucher!

Die Wiesn geht digital!

Neben der App zum bargeldlosen Bezahlen gibt es bereits seit 2017 einen „Freunde-Finder“, mit dem sich Besucher der Wiesn gegenseitig darüber informieren können, wo sie sich gerade befinden. Die App ist dafür mit Facebook verbunden. Nutzer, welche die Wiesn-App installiert haben, und ihre Kontakte auf Facebook freigegeben haben, können sich so gegenseitig finden. Darüber hinaus bietet die App für das Oktoberfest auch einen Plan für das Gelände, Termine, Neuigkeiten und Tipps rund um die Wiesn.

Bier-Logistik aus der Cloud

Trotz saftiger Preise wird der Gerstensaft auch in diesem Jahr wieder in Strömen fließen: voraussichtlich über sieben Millionen Liter.

Und der Nachschub scheint zu funktionieren. Denn „kein Bier“ – das gab (und gibt?) es vielleicht auf Hawaii – aber nicht auf der Wiesn, selbst wenn die Traditionsbrauereien Augustiner und Tegernseer vor einigen Jahren Lieferengpässe melden mussten. Der Grund: Ein Mangel an bauchigen Euroflaschen, an denen einige Brauereien in und um München unverdrossen festhalten, während die Brauwirtschaft im Rest der Republik inzwischen auf die reichlich verfügbaren NRW-Flaschen setzt.

Doch keine Panik! Auf dem Oktoberfest kommt der „Stoff“ aus dem Fass (vom Weißbier einmal angesehen). Und so ist davon auszugehen, dass Brauer und Getränkezulieferer auch in diesem Jahr in Sachen Wiesn-Bier-Logistik wieder ordentlich performen werden.

Die Brauereilandschaft bietet noch Vernetzungspotenzial

Doch wie sieht es bei den Biermanufakturen hinter den Kulissen aus? Wie steuern diese ihre komplexen logistischen Prozesse? Gibt es sie schon, die „Brauerei 4.0“ mit voll digitalisiertem Lieferkettenmanagement?

Die Antwort fällt ein wenig ernüchternd aus. Ja, Computer, die gibt’s natürlich – auch Systeme, mit denen automatisierte Qualitätskontrollen im Getränketank durchgeführt werden. Und moderne Abfüllanlagen, wie sie Marktführer „Krones“ auf der Fachmesse „drinktec“ bereits 2017 präsentierte, sind selbstverständlich topfit für die digitale Welt.

Von einer durchgehend vernetzten IT-Infrastruktur in der „Welt des Bieres“ könne aber bis dato keine Rede sein, zeigt man sich bei dem IT-Dienstleister EURO-LOG überzeugt. Dabei ist die Cloud, die Software-as-a-Service (SaaS) bereitstellt und die Abläufe in der Logistik digitalisiert und optimiert, dank des SCM-Spezialisten aus Hallbergmoos längst Realität. Die Getränkeindustrie, so EURO-LOG, könne von der Digitalisierung ihrer Prozesse nur profitieren, da ihre bisherigen Services längst kein Alleinstellungsmerkmal mehr seien. Folglich müssten sie den digitalen Wandel konsequent in Angriff nehmen.

Die Bier-Supply-Chain mit dem Logistikleitstand in der Cloud. (Bild: EURO-LOG)

Fazit

In Echtzeit logistische Prozesse steuern und kontrollieren: Der digitale Leitstand in der Distribution macht das möglich. Auch der Brauwirtschaft verschafft sich durch eine digitalisierte Lieferkette Wettbewerbsvorteile – keineswegs nur zur Wiesn-Zeit.

Doch ganz so digital kommt die Wiesn dann doch nicht daher und es zeigt sich, dass nicht jede neue Technologie Zugang zur Theresienwiese findet. E-Scooter bzw. E-Tretroller sind rund um die Wiesn tabu. Für sie gelten dieselben weiträumigen Straßensperrungen rund ums Festgelände wie für Autos – und in den Abendstunden können sie in einem noch weiteren Umfeld nicht ausgeliehen und teils auch nicht abgestellt werden.

Es gibt noch viel zu tun, bis es „Digitales Starkbier“ für alle gibt!

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