DER BINÄRE HUND

„Mein Hund ist als Hund eine Katastrophe, aber als Mensch unersetzlich!“
(Johannes Rau, ehemaliger Minister- undBundespräsident (* 16.01.1931 † 27.01.2006)

Ganz so weit würde ich in meiner Bewertung der Mensch-Hund-Beziehung nicht gehen, doch wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass ein großer Teil der Hundebesitzer eine Symbiose mit seinem Vierbeiner eingeht. 

Am vergangenen Sonntag traf ich während eines Spaziergangs mit meiner Golden-Retriever-Hündin zwei Jungen, die mit einem Rauhaardackel-Mischling namens „Gustl“ unterwegs waren. Nachdem sich die Hunde begrüßt und beschnuppert hatten, fragte ich einen der Jungen, wie alt denn der Hund sei.

„Null“, antwortete einer der beiden. 

Ich schaute ihn erstaunt an und sagte: „Na ja, wenn er null wäre, würde er wohl kaum mit euch spazieren gehen, oder?“

„Doch, er ist deshalb null, weil er noch nicht Geburtstag hatte“, lautete die Antwort. 

Ihnen mag mein Erlebnis vielleicht banal vorkommen, doch als jemand, der sich täglich mit neuen Geschäftsmodellen sowie der Digitalisierung und der Veränderung von Geschäftsprozessen beschäftigt, stelle ich mir die Frage, ob sich unsere Welt in der Wahrnehmung unserer Kinder so tiefgreifend durch die Digitalisierungswelle verändert hat, dass sie nur noch in binären Einheiten denken können.

Ist die Instagram-Generation bereits so weit degeneriert, dass sie die Welt nur noch in schwarz und weiß (in dem o.g.Beispiel in 1 und 0) einteilt und die Graustufen gar nicht mehr wahrnimmt? 

Eine abschließende Antwort auf diese Frage habe ich nicht gefunden, hege jedoch die Hoffnung, dass es nicht so ist und mein Erlebnis nur eine belanglose Randnotiz bleibt.

Genährt wird diese Hoffnung durch eine positive Erfahrung, die ich vor einigen Wochen an einer Gesamtschule in der Nähe Hamburgs machen durfte. Innerhalb einer Projektwoche hielt ich einen Vortrag vor Schülerinnen und Schülern mit dem Thema „Social Media“ und war überrascht, wie viele der Dreizehnjährigen über kein eigenes Smartphone verfügen und nur sporadischen Zugang zum Internet haben. Viele von ihnen kannten zwar die bekanntesten sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co., besaßen aber keinen eigenen Account und konzentrierten sich in ihrer Freizeit eher auf sportliche Aktivitäten. 

Die Gelegenheit habe ich gerne wahrgenommen, um den Schülern etwas über meine tägliche Arbeit zu erzählen und ein schrittweises Verständnis dafür zu schaffen, welche Veränderungen die Digitalisierung mit sich bringt und welche Rolle die sozialen Netzwerke mittlerweile im Vertrieb und Marketing einnehmen. Wichtig bei alledem ist, das Augenmaß nicht zu verlieren und nicht nur die Vorteile zu propagieren, sondern auch auf die Risiken und Nebenwirkungen hinzuweisen. Außerdem zeigt sich, dass auch in den Schulen ein Umdenken stattgefunden hat und man näher mit Betrieben aus Wirtschaft, Handel und Industrie zusammenrückt.

Mein Arbeitgeber, die FIS Consulting und Informationssysteme GmbH in Grafenrheinfeld, engagiert sich seit langem als ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb und bietet auch in diesem Jahr unter dem Slogan „Feuer und Flamme für IT“ zwei Praktikumswochen für Schüler und Schülerinnen an. 

Die Termine stehen bereits fest: 14. bis 18. Mai 2018 und 30. Juli bis 3. August 2018

Schülerinnen und Schülern mit Interesse an einer Ausbildung oder einem dualen Studium im IT-Umfeld werden interessante Einblicke in die FIS GmbH sowie die tägliche Arbeit mit der Unternehmenssoftware SAP geboten. 

Bewerbungen per E-Mail bitte an: personal@fis-gmbh.de

Oder online bewerben unter:
https://www.schülerpraktikum.de/praktikumsplatz/schuelerpraktikum_de/7870

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