WAS HAT EIN VULKANAUSBRUCH MIT DER DIGITALISIERUNG ZU TUN?

Im April des Jahres 1815 brach der Vulkan Tambora auf der Insel Sumbawa im heutigen Indonesien aus. Es war ein gewaltiger Ausbruch, bei dem etwa 150 Kubikkilometer Staub, Asche und Schwefelverbindungen in die Atmosphäre gelangten. In den Folgemonaten und Jahren breitete sich diese Schicht aus legte sich wie ein Schleier um unseren Erdball. So wurde das kalte Folgejahr auch als das „Jahr ohne Sommer“ bezeichnet. In den Vereinigten Staaten bekam es den Spitznamen „Eighteen hundred and frozen to death“ und auch in Deutschland wurde es als das Elendsjahr „Achtzehnhundertunderfroren“ bekannt.

Der dunkle Himmel hatte gravierende Auswirkungen auf das Weltklima. Im Nordosten der USA gab es 1816 Frost im August. In Kanada und auch in den Tälern der Schweiz fiel sogar mitten im Sommer Schnee, und in vielen Teilen Europas spielte das Wetter verrückt. Die Folge der niedrigen Temperaturen und der mitunter sintflutartigen Niederschläge waren katastrophale Missernten. Menschen hungerten und schlachteten in ihrer Not deshalb die Pferde. Doch damit fehlte ein wichtiges Transportmittel.

Inmitten dieser Krise entwickelte der badische Erfinder Karl von Drais ein sonderbares Gefährt, bestehend aus zwei Laufrädern und einer Lenkstange. Im Sommer 1817 unternahm er damit einige Fahrten und sorgte für Aufsehen. Er erhielt im Folgejahr ein Patent, damals ein großherzogliches Privileg. Der Vorgänger des Fahrrads, die Draisine, setzte sich durch und lieferte die Grundidee für die Erfindung des pedalgetriebenen Zweirads, Vélocipède genannt. Ab 1861 wurde daraus innerhalb kürzester Zeit das moderne Fahrrad entwickelt.

Ein Vulkanausbruch hat also die Erfindung des Fahrrads beschleunigt. Not macht eben erfinderisch!

Was hat das alles mit der Digitalisierung zu tun?

Die Geschichte ist gutes Beispiel dafür, wie sich Veränderungen auf den Fortschritt und die technische Entwicklung unserer Gesellschaft auswirken können. Übertragen auf die moderne Informationsgesellschaft heißt das, dass der Erfolg des Einzelnen davon abhängt, wie gut er die verfügbaren Dienste, Informationen, Methoden und Werkzeuge kennt und wie produktiv er diese nutzen kann, beispielsweise um Probleme zu lösen oder Aufgaben effektiver zu erfüllen. Und das, was für den Einzelnen gilt, gilt selbstverständlichauch für Unternehmen.

Lesen Sie dazu auch meinen Post„Frühbucher oder Draufzahler?“ Dort habe ich beschrieben, welche Auswirkungen die „Digitale Revolution“ auf unsere Gesellschaft hat. Sie ist gleichzusetzen mit dem Vulkanausbruch von 1815, auch wenn sie noch nicht im Bewusstsein jedes einzelnen angekommen ist. Unsere Gesellschaft und die Arbeitswelt sind im Umbruch, ebenso wie das Konsumverhalten. Die Digitalisierung verändert alles, auch die Art, wie wir shoppen. Während der Online-Handel boomt, stehen immer mehr stationäre Händler vor dem Aus.

„In kaum einem anderen Land hinterlässt der Online-Händler Amazon deutlichere Spuren im Einkaufsverhalten der Menschen als in Deutschland. Von jenen, die online shoppen, geht mittlerweile ein Drittel seltener in Geschäfte, ergibt eine Studie. Der Internetriese Amazon hat das Einkaufsverhalten der Deutschen nachhaltig verändert. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Unternehmensberatung PwC hervor. Demnach kaufen rund 90 Prozent !!! derdeutschen Online-Shopper inzwischen beim Marktführer ein. Gut ein Drittel der Befragten gab an, durch den Einkauf bei Amazon seltener im stationären Handel Geld auszugeben.“

Wir leben in einer Multioptionsgesellschaft: Durch die zunehmende Technisierung und Digitalisierung, die Vernetzung verschiedener Kommunikationskanäle und die Globalisierung haben sich die Wahlmöglichkeiten für Kunden fast ins Unermessliche gesteigert.

Der „Entweder-oder-Kunde“ist tot. Es lebe der „Hybride Kunde!“

Konsumenten wurden fast unbemerkt und schleichend dazu erzogen, verschiedene Kanäle zu benutzen. Mit dem Internet ist ein weiterer Verkaufskanal hinzugekommen. Das hat denHandel ein weiteres Mal nachhaltig verändert – und damit auch das Konsumentenverhalten. Das einstige „Entweder-oder“-Konsumverhalten ist Schnee von gestern, der „Sowohl-als-auch-Kunde“ regiert heute den Handel. Er ist wechselhaft, hat immer einen „Plan B“ und sogar „Plan C“ im Hinterkopf, ist durch das Internet informierter denn je und entscheidet hybrid. Ihm ist es egal, wo er was und zu welcher Zeit kauft. Seine Treue zu Marken oder Händlern ist schwindend gering. Er ist weder nur Service – noch nur leistungsorientiert oder nur preissensibel – der hybride Kunde ist alles, immer, zugleich und überall. Das macht sein Verhalten nahezu unberechenbar.

Und was können wir für Sie tun?

Eines steht fest: Die wichtigste Verbindung im Geschäftsleben ist die zu Ihren Kunden. Stärken Sie diese Verbindung und bauen Sie Ihre Kundenbeziehungen einfach und effizient auf, indem Sie die Bedürfnisse der Kunden rechtzeitig identifizieren. Die Lösung für ein optimales CRM ist die Software SAP-Hybris-Cloud for Customer mit ihren umfangreichen Funktionen, insbesondere im Zusammenspiel mit SAP Hybris Commerce. Mit SAP Hybris Cloud for Customer erkennen Sie Umsatzpotenziale und stellen Informationen über Ihre Kunden für Vertrieb, Marketing und Kundenservice vernetzt bereit. Vor allem im Bereich von Customer Engagement & Commerce sind diese beiden Lösungen führend.

Kontakt

Soziale Medien bilden immer öfter die Plattform für den Austausch von Meinungen und Erfahrungen zu Marken und Produkten. Dies gilt ebenfalls für Ihre Kunden und Interessenten, die über diese Medien mit Ihrem Unternehmen Kontakt aufnehmen. Mit SAP Hybris Cloud for Customer erhalten Sie effektive Werkzeuge für Ihr SAP-System, um Erkenntnisse aus diesen wichtigen Kanälen für Ihr Unternehmen verfügbar zu machen. Mit FIS-Lösungen als zentrale Plattform interagieren Sie schnell und zielsicher mit Ihren Kunden und Interessenten, ganz im Sinne eines qualifizierten Customer Relationship Managements.

Wir unterstützen Sie mit einem ganzheitlichen Vorgehen: von der Anforderungsanalyse über dieImplementierung bis hin zur Betreuung und Erweiterung.

Wir helfen Ihnen gerne bei der Umsetzung Ihres CRM-Projekts und unterstützen Sie darüber hinaus auch bei der Digitalisierung Ihrer Geschäftsprozesse oder bei Fragen zu SAP Hybris und E-Commerce.

Erfahren Sie mehr über CRM in der Public Cloud und lesen Sie unser WHITEPAPER:

„Die 6 wichtigsten Einflussfaktoren für Unternehmen, CRM in der Public Cloud zu nutzen“

Hier geht’s zum Download >>> http://bit.ly/2sVRhGx

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.