JACOB FUGGER UND DIE MACHT DER INFORMATION

Jakob Fugger (6.3.1459 bis 30.12.1525) war Reichsgraf von Kirchenberg, Handelsherr und Bankier. Er galt als der reichste Europäer seiner Zeit. Unter seiner Leitung erwarb das Familien-Handelshaus Weltgeltung. Durch Finanzgeschäfte, seine Beteiligung am ostindischen Gewürzhandel sowie sein Kupfermonopol in Europa und die Rechte über den Silberabbau steigerte er das Geschäftskapital von 60 Gulden (1474) auf rund zwei Millionen Gulden (1497-1527). Das ist nach heutigen Maßstäben ein unvorstellbares Vermögen.

Wie war das möglich?

Wesentliche Grundlage des Erfolgs war ein schnelles und ausgeklügeltes Informationssystem. Die Informationen erhielt Fugger vor allem durch die Faktoreien (Handelsniederlassungen), die europaweit wirkten. So hatte er wichtige Informationen meist eher als der König oder andere Geschäftsleute und konnte schneller auf Veränderungen reagieren und lukrative Geschäfte abschließen.

Was können wir daraus lernen?

Vergleichen wir das Fuggerimperium mit einem heutigen Konzern, würde er die 100 größten Unternehmen der Bundesrepublik Deutschland umfassen. Man darf annehmen, dass der größte Teil der Unternehmen bescheidener hinsichtlich seiner Zielsetzungen ist, doch es ist offensichtlich, dass der Mann seiner Zeit weit voraus war und die damals schnellsten und zuverlässigsten Kommunikationswege nutzte, um sich auf diese Weise einen entscheidendenWettbewerbsvorteil zu verschaffen. Vor allem aber wusste er alles über seine Kunden! Und genau darum geht es auch noch heute.

Wäre es nicht auch hilfreich für Sie, eine 360-Grad-Sicht auf Ihre Kunden zu haben und die vorhandenen Informationen in Form von Daten sinnvoll und gewinnbringend in Ihre Geschäftsabläufe zu integrieren?

Meine Antwort auf die Frage folgt später …

„Fugger der Moderne“

„I have no illusion that 10 years from now will look the same as today, and there will be a few things along the way that surprise us. The world has evolved, and it’s going to keep evolving, but the speed is increasing.“

Diese Aussage stammt von dem Milliardär und Investor Warren Buffett. Er prognostiziert den sicheren Tod des Einzelhandels, wie wir ihn kennen, und richtet seine Investments entsprechend aus. Untermauert wird seine Prognose durch eine Grafik von „Business Insider“.

Danach haben namhafte Unternehmen viele Filialen und Geschäfte in den USA in 2017 geschlossen, darunter Staples, Guess, Radio Shack und Kmart. Ein anerkannter Analyst der CreditSuisse geht davon aus, dass das erst der Anfang eines Prozesses ist, der sich nicht mehr aufhalten lässt und rechnet mit tausenden weiteren Schließungen.


http://www.businessinsider.de/warren-buffett-just-confirmed-the-death-of-retail-as-we-know-it-2017-5?r=US&IR=T

Doch man muss gar nicht in die Ferne schweifen. Die „Welt“ kommt in einem Artikel vom 05.02.2017 ebenfalls zu einem erschreckenden Ergebnis und kündigt ein Massensterben im deutschen Einzelhandel an. Danach nagt der Onlinehandel seit Jahren am Umsatz vieler Geschäfte. Doch nun beginnt eine neue Phase: Experten sagen voraus, dass in 15 Jahren jedes zweite größere Unternehmen vom Markt verschwindet.

Es ist offensichtlich, dass der deutsche Einzelhandel gerade seine Zukunft verschläft – zum Schaden von Kunden und Mitarbeitern. Immer mehr Beobachter warnen, dass der Online-Handel Deutschlands Innenstädte, die Einkaufsgewohnheiten der Verbraucher und die Jobs von Millionen Angestellten in bisher ungekanntem Tempo verändern wird.

„Der E-Commerce wird nicht alle Standorte ausradieren, aber an vielen Stellen kommt es zu einem Teufelskreis“, sagt Sirko Siemssen, Handelsexperte der Beratungsfirma Oliver Wyman. „Erst gehen einige Händler weg, dann geht es mit dem Standort bergab und am Schluss ist er tot.“

Wyman sagt in einem Bericht, der der „Welt am Sonntag“ vorliegt, „tektonischeVerschiebungen“ in der Branche voraus.

Das klingt fast niedlich, angesichts dessen, was damit gemeint ist: In zehn bis fünfzehn Jahren werde jedes zweite Filialunternehmen vom Markt verschwunden sein – der Rest aufgekauft oder fusioniert.

Dramatische Veränderungen

„Derzeit läuft nur das Vorspiel“, glaubt Berater Siemssen: „Der E-Commerce prescht derzeit ins Leben der Verbraucher.“ Konsumenten müssen sich nach seiner Ansicht vor allem im Lebensmittelhandel auf Änderungen einstellen, der lange Zeit als gut gerüstet gegen den E-Commerce-Ansturm galt.

Im umsatzstärksten und zugleich wettbewerbsintensivsten Zweig des deutschen Einzelhandels seien die Gewinnmargen seit jeher gering.

„Wenn dann drei oder vier Prozent des Geschäfts ins Internet abwandern, drohen sehr schnell Verluste, denn die Kosten für Miete, Personal oder Energie lassen sich nur schwer senken“, sagt Siemssen. „Solchen Filialen droht die Schließung.“

Noch liegt der Online-Anteil bei Lebensmitteln in Deutschland bei nur rund einem Prozent, aber das könne sich rasch ändern. Amazon wird seinen Dienst „Fresh“ wie in anderen Ländern auch in Deutschland anbieten, somit müssen sich Wettbewerber wie Rewe, Edeka oder Kaufland schnell noch stärker als jetzt mit eigenen Angeboten gegen drohende Marktanteilsverluste stemmen.

Zu den Gewinnern zählen künftig vor allem solche Händler, die ihre Daten im Griff haben. Das Managementgeschick besteht nicht mehr, wie in den vergangenen Jahrzehnten in der Effizienz der Warenverteilung, sondern in der Datenauswertung.

Was ist zu tun?

Laut einer aktuellen Forrester-Studie werden Vernetzung, Kundenorientierung und die wachsende Rolle der IT in der Markenbildung die Top-Themen in 2018 sein. Forresters Zehn-Punkte-Prognose beinhaltet Themen rund um Kundenorientierung, Vernetztheit und interne Re-Organisation. Entscheider rücken immer mehr den Kunden in den Mittelpunkt. Dafür investieren sie in Analytics. Der CIO muss eine IT der zwei Geschwindigkeiten (Two Speed) organisieren.

Die US-Marktforscher legten ihr Papier „The toptechnology trends till 2018 to watch“ vor. Eine grafische Darstellung derselben ordnet Forrester in drei Phasen an: Heraufziehend (Dawning), Bewusstsein (Awareness) und Akzeptanz (Acceptance). Für jeden Trend gibt Forrester außerdem eine Einschätzung über dessen Geschwindigkeit ab, die von „sich langsam entwickelnd“ über „voranschreitend“ bis „beschleunigend“ reicht.

Auszüge der Studie

CX oder Was hätte Fugger gemacht?

Aus den 10 Trends habe ich einen ausgewählt, den ich für elementar wichtig halte und der sich auch bei Siemssen findet und der das bestätigt, was ich in meiner täglichen Arbeit erlebe. Dazu heißt es bei Forrester:

Datenanalyse-Software – Insbesondere das Sammeln von immer mehr Kundendaten, wobei das Kürzel CX für Customer Experience steht, bringt Unternehmen an ihre Grenzen. Diese Daten spielen aber eine immer wichtigere Grundlage für Entscheidungen. Forrester geht davon aus, dass Insel-Lösungen Platz machen werden für „Systems of Insight“. Ziel wird sein, Insight-to-Execution-Prozesse zu etablieren.

Sicher, Analysen sind wichtig, doch es ist bekannt, dass die Marketingexperten vieler Unternehmen durchschnittlich über 20 verschiedene Lösungen und Werkzeuge nutzen, mit denen sie riesige Datenmengen erheben. Was ihnen jedoch meistens fehlt, ist eine Lösung, die aus diesen Daten ein einheitliches Kundenbild erzeugt. Sie sollten aus Ihren Big Data aussagekräftige Bilder gewinnen über die Absichten Ihrer Kunden und der unbekannten Onlinebesucher und dieses Wissen zur Personalisierung nutzen, damit Sie jeden Einzelnen zielgerichtet ansprechen und eine langfristige Bindung aufbauen.

Und nun die Antwort auf die oben gestellte Frage, wie Sie eine 360-Grad-Sicht auf Ihre Kunden erhalten und die vorhandenen Informationen in Form von Daten sinnvoll und gewinnbringend in Ihre Geschäftsabläufe integrieren. Die Antwort lautet:

SAP Hybris Marketing

Wir zeigen Ihnen gern, wie Ihnen SAP Hybris Marketing dieses Bild liefert und Kenntnisse über Ihre Kunden vermittelt, die weit über alltägliche Informationen hinausgehen. Ein Profil-Dashboard ermöglicht Ihnen Interessenanalysen Ihres Kundenstamms. Sie erkennen ebenso die Stimmungen, die mit diesen Interessen verbunden sind, und sehen, in welchen Kanälen Ihre Kundenaktiv sind. Wir machen Sie zum „Fugger“ Ihrer Branche.

Mit SAP Hybris Marketing überblicken Sie den gesamten Einkaufsprozess Ihrer Kunden – vom ersten Kontakt bis zum Kauf und alle Phasen dazwischen.

Gewinnen Sie Echtzeitkenntnisse über Ihre Kunden!

Für den Ausbau von Kundenbeziehungen reichen Daten aus der Vergangenheit heute nicht mehr aus. Sie müssen vielmehr die aktuellen Aktivitäten Ihrer Kunden kennen, damit Sie Ihnen gezielt relevante und reizvolle Produkte und Promotionangebote bieten können. Erkennen Sie die tatsächliche Kundenabsicht bei jedem Kontakt mit einer erweiterten Sicht auf Ihre Kunden, die implizite und explizite Erkenntnisse vereint. Sie lernen Ihre Bestandskunden und potenzielle Neukunden besser kennen, gehen mit Echtzeitwissen proaktiv auf ihre Bedürfnisse ein und begeistern sie mit individuellen Einkaufserlebnissen.  

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.